Wirtschaft zur Stube Rüdlingen 
Wirtschaft zur Stube
Hanny Matzinger - Hinterdorfstr. 25 - 8455 Rüdlingen - Tel. 044 / 867 01 30 - info@stube-ruedlingen.ch Mittwoch & Donnerstag geschlossen
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Rüdlingen und seine Geschichte

 

Im Jahre 827 wird Rüdlingen erstmals urkundlich erwähnt. Ein gewisser Hupertus schenkt dem Kloster St. Gallen eine Hube (ca. 40 Jucharten) Land im Dorfe Ruodiningun.

1084 werden die ersten Vornamen aus Rüdlingen genannt. So der Graf Gerungus de Ruodolingun, Adalbert und später Bruno. Aus Schaffhauser und Rheinauer Klosterurkunden von 1087 geht hervor, dass ein Herrengeschlecht «de Ruodolingun» in Rüdlingen seinen Sitz gehabt hat.

In den Klöstern wurde damals ausschliesslich in lateinischer Sprache geschrieben. Daher stammen auch die Vorwörter «de», die soviel wie von bedeuten.

Die Edelleute hausten auf der Burg von Rüdlingen. Diese muss, wie im 11. und 12. Jahrhundert urkundlich erwiesen, auf dem Gebiet des «Burgstels» gestanden haben.

Auf dem gleichen Gebiet wurden auch Überreste eines Grabes aus voralemannischer Zeit gefunden. Somit war der Alemanne Ruodo, von welchem der Ortsname stammt, mit seinen Leuten nicht der erste, der hier am Ufer des Rheines gefischt, gejagt und gehaust hat.

Am 15. Mai 1130 wurde die erste Kirche vom Bischof zu Konstanz der heiligen Margaretha geweiht.

Im 16. Jahrhundert errichtet der Stand Zürich die auch für Rüdlingen wichtige Fähre über den Rhein. Die Überfahrt nach Flaach und zurück kostete 15 Rappen. Damals waren auch schon die Rüdlinger Schifferleute am Salz- und Korntransport auf dem Rhein beteiligt. Sogar an den grossen Schaffhauser Märkten übernahmen sie beim Schlösschen Wörth, mit zusammengekoppelten Waidlingen, den Heimtransport von Waren und Besuchern.

In den Jahren 1611, 1629 und 1635 wütete die Pest. Auch Rüdlingen wurde davon nicht verschont. Über zweihundert Tote, darunter zwei Pfarrherren, wurden im Dorf bestattet.

Im Jahre 1839 trennen sich die beiden Gemeinden Rüdlingen und Buchberg auf politischer Ebene. Die gemeinsame Kirchgemeinde blieb jedoch erhalten.

1848 wird das erste Haus im Weiler Steinekreuz errichtet. Im gleichen Jahr entsteht die Eidgenossenschaft. Aus dem Staatenbund wird ein Bundesstaat. Binnenzölle an Brücken, Strassen, Pässen und Kantonsgrenzen werden aufgehoben, eine einheitliche Währung, „der Schweizerfranken", wird eingeführt.

1849 wird eine neue Kirche gebaut und die alte Kapelle abgebrochen.

Aus der Geschichte geht hervor, dass 1865 im Dorf noch 41 „patentierte Handwerker" lebten: 2 Bäcker, 1 Glaser, 1 Küfer, 1 Kaminfeger, 3 Maurer, 4 Metzger, 1 Müller, 1 Sattler, 1 Zimmermann, 3 Schmiede, 4 Schneider, 2 Schreiner, 5 Schuster, 1 Steinhauer, 1 Seiler, 3 Wagner und 7 Leinenweber.

Die Steuern brachten damals der Gemeinde jährlich 1300 Franken ein, da der Steuerfuss nur 1 bis 2 Promille (!) betrug.

Die Einbürgerung kostete die für jene Zeit respektable Summe von 800 Franken für Schweizer, 1200 Franken für Ausländer. Dieser Preis reduzierte sich um die Hälfte, wenn der Betreffende eine Einheimische zur Frau nahm.

Aus alter Zeit überliefert sind heute in Rüdlingen noch 136 Flurbezeichnungen gebräuchlich. Und, weil das Dorf hauptsächlich aus sechs Familiengeschlechtern bestand, brauchte man viele Zunamen, die der Identifikation der Einwohner diente.

Unter unzähligen Beinamen gab es zum Beispiel: s'Chaspers Alice, de Chuefer Bert, s'Jagdufsäers Marie, s’Oberschuellehrers Fanni, d'Murer Marie, de Jäger Jokeb, s'Vächtokterlis Hansjokeb, s'Tambure Anna, s'Salzwägers Chueretli, de Konsum Hans, de aalt Räbstöckler und natürli au s'Stubewürts Annili.

Um 1879 gab es in der Gemeinde bereits fünf „Wirtshäuser", eines in Buchberg, je zwei in Rüdlingen und Steinekreuz. Es durfte im Jahr nur an zwei Sonntagen getanzt werden. An der Fastnacht und an der Chilbi.

Im Jahre 1873 wird die erste Brücke über den Rhein gebaut. Sie kostete 126 Tausend Franken. Ein sicherer Landhandelsweg für Fuhrwerke war damit offen.

Vor der Thurkorrektur im Jahr 1816 und der Rheinkorrektur, welche 1881 begann und 1897 endlich beendet wurde, gab es bei jedem Hochwasser, grosse Flurschäden. Urbare des Klosters Rheinau geben darüber, von 1696 an, ziemlich genau Auskunft. Wie viele „Jucharten oder Vierlinge Feld, Wiesen und Äcker im Rhein versenkt".

1949 wird ein neues Gemeindewappen beschlossen. Der „Ringge" wird durch ein halbes Mühlerad ersetzt, mit Ruder und Stachel daneben.

Die Wirtschaft zur Stube, wo Sie jetzt gerade sitzen und aus Küche und Keller verwöhnt werden, wurde 1510 erbaut und 1981 zum letzten Mal restauriert. Dieser einmalige Riegelbau ist seit Generationen im Besitz der Familie Matzinger. Diese sind schon 1637 in Rüdlingen nachgewiesen, und zwar als Müller. Der Name deutet auf eine Ortsherkunft aus dem Thurgau.



 
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